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13. Februar 2012

Silberform legt weiter zu

Renningen/Leinfelden-Echterdingen: Der Automobilzulieferer hat nun Karl Alber Werkzeug- und Maschinenbau übernommen.

Silberform wächst weiter: Wie das Renninger Unternehmen nun mitgeteilt hat, übernahm es zum Jahresbeginn die Firma Karl Alber Werkzeug- und Maschinenbau mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen. "Wir wollen mit dem Kauf unser Leistungsspektrum im Werkzeugbau ausweiten", erläuterte die Silberform-Sprecherin Eva Pistorius-Muth auf Nachfrage unserer Zeitung. Karl Alber Werzeugbau sei darauf spezialisiert, Stahl- und Presswerkzeuge herzustellen, außerdem erfahren in der Metallbearbeitung. "Damit erweitern wir wiederum unsere eigenen Möglichkeiten, beispielsweise in unserer wichtigen Sparte Modellbau", so Pistorius-Muth. Zudem habe Silberform auch großen Platzbedarf - obwohl die Gebäude in Renningen bereits erweitert werden. Arbeitsplätze gingen bei Karl Alber Werkzeugbau keine verloren, so die Sprecherin. "Wir haben die zehn Mitarbeiter übernommen. "Der Geschäftsführer Björn Alber leitet den Standort zudem weiterhin.", ergänzte sie.

Silberform ist vor eineinhalb Jahren beinahe insolvent gewesen - damals hieß die Firma noch Messmotech. Der heutige Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzende Jürgen Müller rettete die Aktiengesellschaft, indem er eine siebenstellige Summe aufbrachte und in moderne Prüfstände, Computer und Werkzeuge investierte. Heute bietet Silberform vor allem Leistungen für die Automobilbranche an. Sie reichen vom Grobentwurf am Bildschirm über digitale und physische Modelle bis hin zum fertig designten und geprüften Autoteil. Hinzu kommen Anlagenbau, Engineering, 3D-Messtechnik und mehr. Auch lässt Müller seine Ingenieure und Techniker ganze Auto-Modelle entwickeln - seine Mannschaft tüftelt beispielsweise an Elektro-Fahrzeugen.

1968 hatte das Unternehmen als Kommanditgesellschaft Erich Sollner begonnen. 1996 wurde daraus die Firma "Pininfarina Deutschland - Designmodellbau und Engineering". Später wurde aus Pininfarina dann Messmotech, im vergangenen Jahr benannte Jürgen Müller das Unternehmen schließlich in "Silberform" um. "Der Name ist hochwertig, leicht zu merken", erklärte Eva Pistorius-Muth. "Zudem ist das chemische Zeichen für Silber Ag - und Silberform ist schließlich auch eine Aktiengesellschaft". Mittlerweile hat Silberform Entwicklungsstandorte in Ingolstadt und Karlsfeld.

Auch Karl Alber Werkzeug- und Maschinenbau hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Das Unternehmen in Leitfelden-Echterdingen fertigt seit mehr als 40 Jahren Teile für den Formen-, Werkzeug- und Maschinenbau. Bereits 2010 wurde Karl Alber Werkzeug- und Maschinenbau von der Firma "wfv Werkzeug-, Formen- und Vorrichtungsbau" übernommen und als Zweigstelle weitergeführt. Diesem Unternehmen hat Silberform Karl Alber nun abgekauft.

Mit der Übernahme steigt die Zahl der Silberform-Mitarbeiter auf 150 an. "Wir suchen aber weiterhin Fachkräfte", so Pistorius-Muth. Für die kommenden Jahre hat Müller die Marke von 300 Arbeitsplätzen gesetzt. Silberform will noch stärker auch um Kunden in der Luft- und Raumfahrtindustrie werben. "Da sehen wir für uns großes Potenzial", betonte Pistorius-Muth.

Quelle: Stuttgarter Zeitung, Peter Meurer, 08.02.2012